Landau i.d. Pfalz - Jammern die Vierte?

Antifalogo

Landau 2013 – Jammern die vierte? „Bombengedenken“ der NPD

Seit 2009 pflegen es die Nazis, rund um die NPD und das Nazi-Ehepaar Armstroff aus Weidenthal, jährlich am 16. März (dem Jahrestag der Bombardierung Landaus im 2. Weltkrieg) eine Jammerkundgebung abzuhalten. Alljährlich wird auf diese Weise öffentlich die Geschichte des Landes verzerrt und versucht Täter zu Opfern zu machen. Die Nazis versuchen sich und ihren Geschichtsrevisionismus, mitunter durch die jährlich sehr spontan angemeldete Kundgebung, in der Öffentlichkeit zu etablieren und Menschen für sich zu gewinnen.

 

Die Anmelder und mitwirkenden Gruppen

Anmelder der vergangenen Jahren waren 2011 Klaus und Dörthe Armstroff (beide NPD) und 2012 Klaus Armstroff und Matthias Herrmann (Aktionsbüro Rhein-Neckar).

Im Jahre 2011 waren 21 Neonazis an dem sogenannten „Gedenken“ beteiligt, während es 2012 etwa

40 Neonazis waren. Dabei waren 2012 Nazis der „NPD-RLP“,JN Rheinland-Pfalz“, „LuNaRa (Ludwigshafener Nazis und Rassisten)“ und der „Autonomen Nationalisten Vorderpfalz“ an der Kundgebung beteiligt, während es sich 2011 lediglich auf Aktivisten der JN und der NPD beschränkte. Dies lässt die Schlussfolgerung zu, dass die Nazis, sollten sie dieses Jahr wieder eine Jammerveranstaltung abhalten, versuchen werden ihren Mobilisierungsradius weiter auszuweiten.

2012 wurde Landau im Vorfeld von kleinen Nazispähergruppen durchkämmt.

 

Polizei und Repression 2012

2012 trat die Polizei mit einem völlig überzogenen Aufgebot an Polizei auf und schuf für die Nazis 6 Zugänge zum Veranstaltungsort, auf der Kreuzung der Ostbahnstraße, nähe Postamt.

Im Vorfeld fuhren einige Autos des Ordnungsamtes streife um scheinbar die Route für die Nazis auszuspähen. Um den Kundgebungsort wurden Hamburger Gitter aufgestellt und außerhalb des Terrains jagt auf Antifaschisten gemacht. So verfolgte ein Zivilwagen der Polizei mehrere vermeintlichen Antifaschist_Innen mit erhöhter Geschwindigkeit und bog vor Ihnen in eine Seitenstraße Richtung Kundgebungsort ein. Infolge dieses Vorfalls drohte ein Zivilpolizist den Antifaschist_Innen. Nachdem die Polizei den Nazis eine Art Demonstration über die Ostbahnstraße zum Hauptbahnhof gewährte, wurden am Hauptbahnhof (wo sich bereits Antifaschist_Innen sammelten) Menschen herausgezogen und deren Personalien festgestellt. Sie wurden dazu aufgefordert den Ort zu verlassen. Die Polizei bewirkte durch ihr „Sicherheitskonzept“, dass der antifaschistische Widerstand weitestgehend zwar gespalten wurde aber nicht dass die Nazis und ihr Gejammer keinerlei Öffentlichkeitswirksamkeit erzielen konnten.

 

2013 – Jammern die vierte?!

Dass die Nazis auch dieses Jahr wieder ihr Gejammer veranstalten werden ist möglich als auch sehr wahrscheinlich. Wenn sie die letzten drei Jahre bereits eine Kundgebung gehalten haben, werden sie es dieses Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit auch wieder tun. Begünstigend ist vor allem die Bundestagswahl 2013, welche doch für die Nazis mitunter einen plausiblen Anlass geben erst Recht Recht zu jammern und zwar nach Wählerstimmen. Dazu kommt, dass der 16. März auf einen Samstag fällt und damit zu rechnen ist, dass mehr Nazis kommen werden da viele Samstags weder zur Arbeit noch zur Schule müssen (auch wenn es bislang immer gegen Abend stattfand).

 

Egal zu welcher Zeit und an welchem Ort auch immer, Nazis sich organisieren, intervenieren, zuschlagen oder kläglich versuchen die Öffentlichkeit zu gewinnen, sind wir in der Pflicht zu handeln! Naziveranstaltungen zum Desaster machen! Solidarität ist eine Waffe!

 

Autonome Antifaschist_Innen

PS.: Wer berichtigen kann, soll dass bitte in den Kommentaren tun und evtl den Flyer im PDF-Format ausbessern und verteilen.

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In den Jahre davor, sprich 2010 und 2011, kam es an den darauf folgenden zwei Tagen auch in Neustadt a. d. Weinstraße und Bad Dürkheim zu solchen geschichtsrevisionistischen Kundgebungen. Letztes Jahr (2012) war dies zwar nicht der Fall. Doch, da wie oben im Text steht, dieses Jahr die Bundestagswahl ansteht werden sich die Nasen es nicht nehmen lassen so viele öffentliche Auftritte wie möglich zu veranstalten und für die NPD zu werben. Also, haltet Augen und Ohren offen!

 

 

Is vielleicht ne Erwähnung wert (falls es nicht schon hinlänglich bekannt seien sollte):

Ihr habt jetzt die olle Ricarda Riefling an der Backe (Familienpolitische Sprecherin im NPD-Bundesvorstand):

https://linksunten.indymedia.org/de/node/75706

Laut Kommentaren wohnhaft in Pirmasens, da würde sie wohl auch in Landau aufschlagen.

Ups, die Kommentare die ich meinte findet ihr in dem Artikel hier:

https://linksunten.indymedia.org/de/node/74884

Es ist nicht wahrscheinlich, dass Ricarda in Landau, Neustadt oder Bad Dürkheim auftaucht. Ricarda gehört zur Assi-Truppe um Wagner und Walter. Die laufen am 14. März beim Fackelmarsch in Zweibrücken auf. Armstroff und Konsorten können die Assis aus der Westpfalz nicht leiden. Zweibrücken und die Weinstraße sind Konkurrenzveranstaltungen.

Zudem wollen die Westpfälzer Dörthe absägen, in dem sie Ricarda als neue Landesvorsitzende und Platz 1 auf der Landesliste ins Rennen schicken. Ricarda ist zwar als Wanderpokal des öffteren in Pirmasens, soll aber da nicht gemeldet sein. War vielleicht auch nur eine Ausrede von Dieter, dass seine Post nach Pirmasens ging.

Kannst du auch Artikel ohne Beleidungen veröffentlichen? Mensch, ey...

Im letzten Jahr sollten die Nazis am Hauptbahnhof ankommen und von der Polizei zum Kundgebungsplatz eskortiert werden. Am Platz waren nur Armstroffs und Hermann. Die Faschos sind dann zu einem anderen Bahnhof gefahren und haben von da eine nicht angemeldete Demo, ohne Polizei Eskorte zur Kundgebung gemacht. Dies war ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz, welcher weder von der Versammlungsbehörde, noch von der Polizei geahndet wurde. Der Verstoß der Nazis ist auch nicht aktenkundig.

Das Verwaltungsgericht Neustadt hat in seiner Entscheidung zu Speyer, 1. Mai 2012, hervor gehoben, dass es bei dem Anmelder Armstroff es in Landau und Worms, keine Vorkommnisse gab.

Hermann, der mittlerweile in Hassloch wohnt, ist Beisitzer im NPD-Landesvorstand. Er wohnte, nach dem er in Ludwigshafen verschwinden musste, bei den Armstroffs in der Eisenkehl in Weidenthal. Dafür ist jetzt Mario Matthes bei den Armstroffs gemeldet. Das Haus muß ja finanziert werden. Es gibt Anzeichen, dass die Miete jeweils von der ARGE bezahlt wurde/wird. Bei den Eltern von Matthes in Otterstadt soll eine andere Figur Aktionsbüro Rhein Neckar gemeldet sein.

ich glaub deine infos sind hier besser aufgehoben:

aovp@riseup.net

gibt es die aovp überhaupt noch? da hat man schon über ein jahr nichts mehr von gehört.

ja die gibt es noch. in den letzten monaten jedoch weniger im internet.

und anscheinend gar nicht mehr auf der straße.